Ungarischer Gulasch 1

2014-02-04
  • Portionen : 4
  • Vorbereitungszeit : 15m
  • Zubereitungszeit : 2:30 h
  • Fertig in : 3:0 h

Dieses Rezept ist eine Abwandlung vom Gulaschrezept von Johann Lafer, einem meiner Lieblingsköche. Und da Herr Lafer gebürtiger Österreicher ist, passt es auch ganz gut. 🙂 Das Rezept ist relativ mächtig, eignet sich aber nicht nur für kalte Wintertage. Bitte beachtet die Reihenfolge, denn dies ist für den Erfolg immens wichtig. Am besten das Rezept einmal durchlesen und dann erst anfagen.

Das Verhältnis von Fleisch zu Zwiebeln ist 0,8. Auf ein Kilo Fleisch kommen 800 Gramm Zwiebeln. Dies erscheint extrem viel, aber es wird verkocht und ist für den Geschmack notwendig.

Beim Rotwein sagt man immer, man sollte denselben Wein nehmen, den man auch trinkt. Ich sage, der Wein für das Essen sollte besser sein. Wer Angst hat wegen z.B. Kinder, dem sei gesagt, der Alkohol verfliegt beim kochen, sodass keine Gefahr besteht. Man kann den Wein aber auch weglassen.

Die Fleischbrühe könnt ihr übrigens ruhig vorbereiten, es machts nichts wenn sie kalt hinzugefügt wird.

Bitte das Essen bei der Zubereitung nicht extra salzen! Der Speck, das Gulaschgewürz und die Brühe enthalten genug Salz. Kurz vor dem Servieren kann man immer noch nachwürzen.

Zutaten

  • 2 Knoblauchzehen
  • 0,5 - 1 Teelöffel Kümmel
  • 1 Majoranzweig, alternativ 1-2 Teelöffel Majoran
  • Abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 1kg mageres Rindfleisch (z,B. Hüfte oder Wade)
  • 800g Zwiebeln
  • Butterschmalz zum Braten
  • 1 Finger-dicke Scheibe Geräuchertes (ca. 100gr)
  • 2 Teelöffel Paprikapulver (ideal wäre ungarischer Paprikapulver)
  • 1 Esslöffel Tomatenmark aus der Tube (gern auch gewürzt)
  • 1,5 Liter Rinder- oder Kraftbrühe
  • 0,5 Liter Rotwein
  • 2 Loorbeerblätter

Zubereitung

Schritt 1

Zuerst das Gulaschgewürz zusammenmischen. Das besteht aus den zwei Knoblauchzehen gehackt oder gepresst, Kümmel, Majoran, Zitronenschale und 1 Teelöffel Salz. EInfach zusammenmischen und stehen lassen.

Schritt 2

Das Fleisch in etwa 3cm große Stücke schneiden. Es ist wichtig, dass das Fleisch nicht zu klein geschnitten wird. Keine Angst es wird trotzdem sehr zart werden, aber am Schluss werden uns die größeren Stücke helfen die Soße einfacher zu trennen.

Schritt 3

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Am einfachsten ist es die Zwiebel zu halbieren, und dann die erste Zwiebelschicht zu entfernen.

Schritt 4

Das Geräucherte in grobe Würfel schneiden und in einem großen Topf auf mittlerer Hitze etwas ausbraten, bis das Fett ausläuft. Es hilft, ein klein wenig Butteschmalz dazu zu geben.

Schritt 5

Die Speckwürfel herausnehmen, etwas Butterschmalz noch in den Topf geben. Topf auf höchster Stufe erhitzen und das Fleisch in Portionen scharf anbraten. Es ist wichtig, dass das Fleisch in Portionen angebraten wird. So hat das Fleisch genug Platz und kann von jeder Seite braun angebraten werden. Ist zu viel Fleisch auf einmal im Top, so fängt das Rindfleisch an Wasser zu verlieren und zu kochen statt zu braten.

Schritt 6

Das Rindfleisch in ein Sieb geben, beiseite stellen und gut abtropfen lassen. Das Herd auf mittlerer Stufe zurückschalten und die Zwiebeln und den Speck in den Topf geben. Die Zwiebeln glasieren, nicht bräunen. Das dauert bei der Menge etwa 2-3 Minuten.

Schritt 7

Jetzt Paprikapulver und Tomatenmark hinzugeben und mit den Zwiebeln vermengen. Kurz 2 Minuten rösten lassen, anschliessend das Fleisch hinzugeben, umrühren und mit dem Rotwein ablöschen.

Schritt 8

Der Rotwein muss verkochen, daher den Topf offen etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis nur noch am Boden Bratensaft zu finden ist. Anschliessend mit der Fleischbrühe übergiessen. Das am Anfang zubereitete Gulaschgewürz hinzugeben, nur mit Pfeffer würzen und die Loorbeerblätter dazulegen.

Schritt 9

Bei geschlossenem Deckel ca. 2 Stunden auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach einer Stunde nach dem Fleisch sehen, ob es schon zart ist, danach alle 30 Minuten. In den Kochbüchern steht immer was von einer Stunde... ich habe festgestellt dass wenn das Fleisch langsam gegart wird, nach etwa 2 Stunden das beste Ergebnis entsteht.

Schritt 10

Jetzt wird es etwas schwerer. Denn jetzt muss das Ganze abgesiebt werden. Im Sieb bleiben all die leckeren Gewürze, die Zwiebeln, der Speck und das Fleisch zurück. Habt ihr das Fleisch zu klein geschnitten, habt ihr jetzt ein Problem, weil das ganze in einem Brei endet. Hier soll nämlich das Fleisch herausgenommen werden.

Schritt 11

Der Rest des Inhaltes wird über dem Topf passiert. Die Sauce wird nochmal kurz aufgekocht, eventuell nachgewürt und das Fleisch kommt wieder hinein. Wer es etwas dickflüssiger mag, der kann mit Mondamin die Sauce etwas eindicken.

Schritt 12

Es passt alles dazu. Ich esse Gulasch am liebsten mit Spätzle oder Reis, Wenn ihr Nudeln nehmt, dann am besten Spirelli oder ähnliche Sorten, die die Soße ut aufnehmen können.

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